11.12.19 Einer mehr!

Angefangen habe ich denn Blog vor über drei Jahren mir dem Worten „Ich bin noch keine 50.“. Die Zeit vergeht und der Zeitpunkt naht mit deutlichen Schritten, dass schon bald eine eins hinter der fünf stehen wird. Macht mir nichts, denn gefühlt bin ich immer noch 25, vorausgesetzt ich muss nicht schwer heben, nicht den ganzen Tag auf den Knien rutschen und nicht drei Tage hintereinander 14 Stunden arbeiten. Finden diese Tätigkeiten statt, revidiere ich den vorangegangenen Satz umgehend.

Die Tatsache, dass man nicht ewig jung bleibt, ist mir nicht unbekannt. Schließlich haben wir uns ja vor einigen Jahren dahingehend versucht darauf einzustellen, in dem wir in die Glashütte gezogen sind und gewillt sind das Büro zu vergrößern und zu verjüngen. Dass das bislang leider noch nicht so funktioniert hat, habe ich in mehreren Einträgen schon berichtet. Trotzdem lassen wir uns nicht unterkriegen und ändern den Plan ein wenig, in dem wir personelle Vergrößerungen in die folgenden Jahre verschieben. Wird schon noch was werden und – und das ist die Hauptsache – wir können uns Wein und Kuchen leisten und auch pünktlich unsere Miete bezahlen.

Der 2019er Dezember ist und wird aber ein ganz besonderer Monat und das liegt nicht an Glühwein und Weihnachtsbaum. Es liegt auch nicht an StarWars, auch wenn ich hiermit verkünde: Das Imperium bleibt beständig. Vielleicht der Titel von Teil 10? Nein, ich meine das Baruth-Imperium. Zum Einen schließt die eine Tochter ihr Studium und macht dann was mit Medien und Film (zukunftsweisende Ausrichtung) und zum Anderen beschert unsere zweite Tochter der Sippe Nachwuchs. Heute geboren.

Ihr dürft uns jetzt also getrost Oma und Opa nennen und das meine ich nicht mit einem wehleidigen Gejammer, sondern mit stolz erhobener Brust. Mit 50 Opa – oder auch Oma – sein finde ich wirklich klasse. Solange mir der liebe Gott noch genügend Lebenszeit schenkt, werde ich da richtig was von meinem Enkelkind haben. Selbstredend wird er auch mal bei uns im Büro sein und dann werde ich jede Minute nutzen, um ihn beruflich schon mal zu prägen.

Das Ergebniss: in zehn Jahren leitet meine Tochter die Firma und ich verkürze auf halbe Tage bis in 16/17 Jahren der Enkel bei uns ausgebildet wird und ich dann in den Ruhestand gehe. Welch perfekter Plan.

Ach so, meine lieben Kinder, stimmt, wir haben über meine Pläne ja noch gar nicht gesprochen. Ist doch aber eine tolle Idee oder?

In diesem Sinne, schöne Weihnachtszeit.

03.10.19 Zu Zweit

Vor drei Jahren waren die Arbeiten an dem Umbau der Glashütte im vollen Gang. So lange ist das schon her und eigentlich ist es doch erst eben gewesen. Fertig ist trotzdem noch nicht alles und wahrscheinlich wird auch nie alles fertig werden, weil ja doch immer wieder an der ein oder anderen Stelle was dazu kommt. Egal ob im Haus oder drum herum.

Ziel des Blogs war es auch nicht nur über den Umbau, sondern auch über unsere Arbeit zu berichten. Denn mit dem Umbau hatten wir auch relativ konkrete Vorstellungen darüber, wie es in dem neuen Umfeld firmentechnisch laufen soll. Und siehe da, man kann alles planen, aber wie es wirklich kommt, kann niemand voraussagen.

Bei uns ist es auch ganz anders gekommen, als wir uns das erwünscht haben. Was jetzt nicht heißen soll, dass wir nicht auch so mit der Lage gut klar kommen, aber der Grundgedanke war ein anderer. Das muss man sich nach drei Jahren einfach auch mal zugestehen. Um allen Unkenrufen aber zuvor zukommen: an der Tatsache, den gewagten Schritt sich zu vergrößern und in die Glashütte zu gehen gibt es nichts zu rütteln. Wenn ich mir vorstellen müsste weiterhin in dem früheren Umfeld von Arbeit und Privat zu leben, wäre das mir, meiner Frau und in der Weiterführung der Firma nicht gut bekommen.

Die Maßnahme den Copy-Shop-Charakter abzulegen und auf Privatkunden nahezu gänzlich zu verzichten, war ein sehr wichtiger und wie man an den Umsatzzahlen auch merkt ein absolut sinnvoller Schritt. Mit weniger Personal gleichbleibende Umsätze und einen höheren Gewinn zu erzielen finde ich, ist der richtige Weg. Wenn ich daran denke, wieviel Zeit wir früher für Beratungstätigkeiten investiert haben, um Kleinkunden zu beraten, die letztendlich dann doch bei www.wirdruckenscheisseaberbillig.de bestellt haben, war dieser Schritt Gold wert.

Gut möglich, dass ich die Tatsache mit weniger Personal auszukommen nicht in meine Planung damals mit einbezogen habe. Gestartet haben wir mit 5 Leuten und Anfang des Jahres waren wir noch vier ohne dass wir das so wollten. Wenn meine Tochter zum Ende Ihres Studiums unseren Betrieb als Studentische Hilfskraft verlässt und sich in einer großen Agentur in Hamburg mal die Medienhörner abstößt, dann sind wir tatsächlich nur noch zu zweit im Büro. Meine Frau und ich.

Es ist nicht so, dass wir nicht auch zu zweit gut zusammen arbeiten können, ganz im Gegenteil. Wir sind ja wirklich kleine Arbeitstiere, die ohne Problem mal einen 12-14 Stunden Tag hinlegen können, aber die Tatsache, dass man zusammen den Arbeitstag und auch im Anschluss die Freizeit verbringt, führt dazu, dass sich die Neuigkeiten des Tages im Rahmen halten, weil man sie ja sowieso schon zusammen durchlebt hat. Input von außen durch eine(n) Mitarbeiter(in) gibt es da dann auch nicht, was beziehungstechnisch eine kleine Herausforderung wird, wenn man sich Abends vorm Kamin nicht wirklich mehr was zu erzählen hat. Für die Firma ist das auf Dauer auch nicht so prickelnd. Anregungen und Kritik durch jemand Außenstehenden, bringen einen in der Regel weiter nach vorne, denn wenn man nur zu zweit oder gar alleine arbeitet wird man ja relativ schnell betriebsblind und das kann schnell nach hinten losgehen.

Warum wir seit Einzug in die Glashütte so ein unglückliches Händchen mit unsere Angestellten haben, kann ich mir nicht erklären und im Endeffekt kann ich das auch nicht als Misserfolg titulieren sondern eher in die Schublade „Pech gehabt“ ablegen. Denn alle drei in den letzen drei Jahren neu eingestellten Mitarbeiterinnen ist es gesundheitlich nicht vergönnt gewesen, langfristig – wie von uns geplant – bei uns zu bleiben.

Nun werden wir zu zweit das Jahr erst einmal zu Ende bringen. In der Regel sind die Monate November und Dezember eher nicht so arbeitsintensiv, dass es wirtschaftlich gesehen vielleicht die beste Lösung ist, uns ohne hohe Kosten für Gehälter gesund zu schrumpfen, uns zu sammeln und im nächsten Jahr wieder neu durchzustarten.

In einigen Tagen werden wir noch mal ein verlängertes Herbstwochenende mit dem Wohnwagen bestreiten. Das letzte Mal als wir das gemacht haben, ist schon einige Jahre her aber hatte zur Folge, dass wir unser Grafikbüro vollständig umgekrempelt haben und letztendlich auch den Entschluss zum Umzug gefasst haben. Werden wir sehen was daraus diesmal wird. Wäre ja auch wirklich doof, wenn es keine Veränderungen mehr im Leben geben würde.

Zu Zweit am Tag der Deutschen Einheit – passt doch. Prost gemeinsames Deutschland (auch wenn das Foto schon ein paar Tage her ist).

28.09.19 Kampfansage

Das dieses Jahr ein absolutes Mause-Jahr ist, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Schließlich haben ja die Landwirte schon wieder ordentlich gewettert und nach Subventionen geschrien. Aber ja, auch wir hier am Waldrand, haben eine echte Mäuseplage.

Die angelegte Futterwiese für unsere kleinen Agenturhäschen und Meerschweine ist von Mäusen durchgepflügt worden und auch der zur Einweihung geschenkte und auf die Wiese gepflanzte Ginkobaum ist diesen grauen Tieren zum Opfer gefallen.

Das ist Natur und wenn man in der Natur lebt, muss man auch damit leben. Soweit so gut solange diese kleinen wirklich niedlichen Tierchen draußen Leben und nicht in meiner Wohnung.

Letztens bin ich aber Nachts aufgewacht. Ein rascheln und tippelt war zu vernehmen. Mause-Alarm. Direkt unter meinem Bett. Wie frech ist das denn? Da schleppt dieses Tierchen mit den niedliche Knopfaugen unter meinem Bett ein Stück Zellophanpapier – wo immer sie das auch her haben mag – hinter sich her und versucht es durch ein kleines Loch in der Sandsteinwand zu zerren.

Was zu weit geht, geht zu weit. Vor allem morgens um 4:30 Uhr. Natürlich kann man so ein Tier in einer Mausefalle fangen. Aber trotz leckerem Köder in der Falle heißt es ja noch lange nicht, dass die Maus da nun auch unbedingt grade Lust hat in die Falle zu tapsen, die ich schlaftrunken möglichst in der näheren Laufbahn des Übeltäters platziert habe. Somit lag ich also morgens bis zum Wecker klingeln wach, in der Hoffnung, dass der Eindringling sich fangen lässt.

Ich bin mir sicher, dass die liebe kleine Maus es sich in ihrem Schlafgemach zwischen den Sandsteinen unter der grade eroberten Zellophan-Zudecke gemütlich gemacht hat und bis weit in den Tag hinein gepennt hat, währenddessen ich wie gerädert morgens um 7 mit schlechter Laune unausgeschlafen am Küchentisch saß und meiner Frau erklärte, dass wir trotz aller erdenklichen Tierliebe etwas dagegen unternehmen müssen.

Ich muss gestehen, dass ich sehr verwundert war, dass ich auf der Internetseite eines der bekanntesten Schädlingsbekämpfer so viel hilfreiche und wertvolle Informationen bekommen konnte, wie ich mit meinen unangemeldeten Mitbewohnern umgehen soll. Und das, obwohl diese Firma ja damit Geld verdient den Kammerjäger zu schicken und Fallen aufzustellen. Da muss ich ja echt mal ein Lob aussprechen. Nicht gleich die Giftkeule zu schwingen und drauf los zu gehen an jeder Ecke Köder auszulegen, die wahrscheinlich eher von meinen Hunden gefressen werden, sondern erstmal die Basics in den Griff zu bekommen, war in meiner Verzweiflung ein ganz einfacher aber sehr hilfreicher Hinweis. Und dabei auch so einfach: Wenn die Maus keine Möglichkeit hat in deine Wohnung zu kommen, dann hast Du auch keine.

Badezimmer: Maus-frei, alle Ritzen und Fugen mit Stahlwolle zugestopft. Warum Mäuse total auf Kernseife abfahren konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen. Scheint aber ein echter Renner zu sein.

Flur: Maus-frei, Fugen im Sandstein neu verputzt.

Küche: Maus-frei: Zum Glück ist die Küchenzeile so gebaut, dass die Mäuse nicht an die Lebensmittel kommen. Die obligatorischen Kartoffeln und Zwiebeln unter der Spüle haben jetzt in einem Maus-Sicheren Metallkasten mit Deckel einen neuen Platz gefunden.

Wohnzimmer: Löcher in der Backsteinwand neu verputzt

Schlafzimmer: Da mir die Maus mit Ihrem Transport des Zellophan-Papiers ihr Versteck gezeigt hat, war es ein leichtes die bevorzugten Stellen zu verschießen.

So erfolgreich diese Maßnahmen waren, raus aus dem Haus sind sie leider noch nicht. Aber ich kann deutliche Gebietsgewinne im Kampf gegen die Eindringlinge verzeichnen. Sowas motiviert natürlich ungemein. Meine Frau schüttelt aber hin und wieder den Kopf, wenn sie sich des späten Abends in ihr Bettchen einkuschelt und ich mich für weitere Etappensiege im Kampf gegen die Mäuse auf die Lauer lege. Es mag schon ein bisschen verrückt klingen, wenn ich Euch erzähle, dass ich vorletzte Nacht gut eine Stunde im halbdunkel auf der mittleren Treppenstufe verharrt habe, um zu sehen wie diese dreisten Mäuse ins Haus gelangen und wie Ihre Laufwege sind. Aber es hat sich gelohnt. Seit dem ich weiß, wo ihre Löcher im Gemäuer sind und seit ich diese verschlossen habe, bleiben die aufgestellten Mausefallen verwaist. Kein Rascheln, kein Tippeln mehr. Ich habe sie erfolgreich ausgesperrt. Ganz ohne Gift.

Das Erdgeschoss ist somit fest in meiner Hand und von Nagern befreit. Das Obergeschoss wird da noch eine etwas schwierigere Aufgabe. Schließlich haben wir dort zwei Räume, die einen alten Dielenboden haben mit wirklich breiten Lücken, wo so eine Maus ganz problemlos durchpasst. Hier muss ich mir noch eine andere Taktik überlegen. Tatsache ist, dass die Mäuse von draußen in das Obergeschoss kommen. Also wenn Ihr mich eines Nachts draußen vor dem Haus dick in Decken gehüllt mit Thermoskanne seht, dann ist das schon okay. Ich spioniere dann die Laufwege des Feindes aus. Gute Nacht.

08.09.19 Hotelbar

Die Anderen feiern eine Party und wir sind nicht dabei. Ich glaube, dass sagt alles aus. Die Kumpels habe zur großen Sause geladen und wir sitzen fern ab in einer großen Messestadt an einer Hotelbar. Zwei Tage Messeaufbau haben wir schon hinter uns, ein Dritter steht noch an. Ob jetzt Samstag, Sonntag ist, spielt eigentlich auch keine Rolle.

All zu negativ wollen wir das Ganze aber auch nicht betrachten, schließlich verdienen wir so unser Geld. Ich muss wieder mal allen Messebauern Respekt zollen, die permanent, und nicht so wie wir nur 4-5 Mal im Jahr, die Abende in einem Hotelzimmer verbringen und die Schmerzen des harten Arbeitstages mit ein paar Bieren vertreiben zu versuchen.

Grade telefoniert ein Engländer neben uns in der Hotelbar per Video mit seiner Familie, die kleinen Kids winken Papa über das Display des Handy zum Gute Nacht sagen.

Für uns sind diese Messeaufbauten an namenhaften Messeständen immer eine willkommene Abwechselung. Für viele aber tägliches Los. Das hilft einem dann auch mal darüber hinweg, dass wir heute Abend mit den Freunden keine Party feiern können, sondern per WhatsApp ein paar Bildchen von gut gefüllten Gläsern verschicken.

Die einzige Schwierigkeit, die ich bei der Messegeschichte immer habe, ist, dass man theoretisch viel schneller mit der Auftragsarbeit fertig sein könnte, wenn der Tag nicht durch Wartezeiten „gestört“ werden würde. Man ist halt nicht alleine auf einer Baustelle und kann nicht tun und lassen was man will, sondern zig Gewerke sind fieberhaft beschäftig, zum Fix-Termin der Standübergabe ihre Arbeit fertig gestellt zu haben. Somit kommt es halt immer wieder zu Koordinationsabsprachen. Ich mache hier mal 30 min eben was fertig und dann kannst Du mal wieder eine Stunde was tun und dann kommt der und der… Man muss schon sehr flexibel sein und diese Arbeitsweise hat somit auch zur Folge, dass Arbeiten, welche für ein zwei Stunden kalkuliert waren, auch gut mal 3 bis 5 Stunden dauern können.

Hier die Topp 5 der nervigsten Augenblicke auf einem Messestand:

Unangefochten auf Platz 1: Warten.
Platz 2.: Entscheider die nicht in der Lage sind, was zu entscheiden und somit siehe oben entsteht.
Platz 3: Architekten, die theoretisch wissen was möglich ist, aber keinen blassen Schimmer haben, was es bedeutet, dieses Wissen innerhalb von 24 Stunden in der Praxis anzuwenden.
Platz 4: Kaffee-Bistros die schon um 15 Uhr schließen…..
und letztendlich Platz 5: Kollegen, die nicht in der Lage sind, mal eben den Mund auf zu machen, wenn ein Fehler oder eine Beschädigung entstanden ist. Mensch Leute, wir sind doch alle unter Strom und da kann auch mal ein Schaden passieren. Aber Klappe halten und hoffen dass keiner es merkt geht immer nach hinten los.

Die englische Videokonferenz am Nebentisch ist mittlerweile beendet und einige Landsleute haben sich zu einer großen Gruppe zusammengetan. Engländer in Rudelform bereiten mir immer etwas Sorge. Positive muss ich aber anmerken, das ich in den letzten 10 Minuten nur einmal das F*** Wort in der 8-10-köpfigen Gruppe gehört habe. Vielleicht liegt es aber auch an der Anwesenheit einer weiblichen Person an der Bar.

Das letzte Pils bringt nun die nötige Bettschwere. Auch wir haben dazugelernt: Wir buchen nur noch Hotels, die eine akzeptable Möglichkeit der Übernachtung in Form einer guten Matratze anbieten. Spätestens, wenn man die halbe Nacht nicht schlafen kann, weil man nicht weiß, wie man sich drehen und wenden soll, ist es einem den Mehrpreis von meist nur 15 oder 20 Eur pro Nacht wert, um am nächsten Tag fit zu sein.

P.S. Happy Birthday, Mama

16.07.2019 SSL-Zertifikat

Ein SSL-Zertifikat kann man für seine Domain erwerben, um den Status einer sicheren Internetverbindung zu erlangen. Das ist für Online-Shops oder auch Banken äußerst wichtig, da es sonst sein kann, das Kundendaten die z.B. bei einem Geldtransfer übermittelt werden von Unberechtigten abgefangen und weiterverwendet werden können.

Seit einiger Zeit sind aber Browser wie Chrome oder Mozilla auch ganz heiß auf dieses Zertifikat und geben alle Webseiten als „Nicht Sicher“ aus, die nicht so ein SSL-Zertifikat benutzen.

Unser Shop hat so ein SSL-Zertifikat. Das bietet der Shop-Baukasten-Betreiber gleich mit an. Ist ja auch irgendwie ganz praktisch und sinnvoll. Nun haben wir allerdings das Problem, dass unsere Startseite der Homepage www.myartworkshirt.de kein Zertifikat besitzt, sondern erst die Seiten mit dem eigentlichen Shop. Also ab da, wo es ans Eingemachte geht und personenbezogene Daten angefordert werden. Rechtlich alles so wie es der Gesetzgeber es vorsieht. Nur macht es natürlich für einen Shop gar keinen guten Eindruck, wenn beim Aufrufen unserer Internetseite z.B. aus Firefox folgendes erscheint:

Das ist nicht wirklich vertrauenserweckend für einen Online-Shop und ich kann jeden verstehen, der dort lieber nicht auf weiter klickt und lieber nicht bestellt. Also haben wir schnell gehandelt und haben (natürlich gegen harte Devisen) ein eigenes SSL-Zertifikat für myartworkshirt.de bestellt.

Bis sowas im Netz verankert ist dauert es einige Zeit, in der Regel 48 Stunden. Unsere Bestellung des Zertifikats ist nun schon ein paar Tage her und es gibt auch schon eine Rechnung über diese Dienstleistung, nur leider funktioniert es nicht. Und was ist dann der erste Gedanke? Anwenderfehler! Ich habe irgendwas falsch eingegeben, in irgendwelchen DNS-Pfaden falsch eingegeben oder sonst was.

Aber weit gefehlt. Nicht immer muss man den Fehler bei sich selber suchen. Ich habe zwar ein Sicherheitszertifikat für myartworkshirt.de bestellt, es wurde aber leider für myartwortshort.de ausgestellt. Also kein wunder, dass es nicht funktioniert.

Zwar gibt es die Seite myartworkshort noch nicht und ich könnte mir die Domain sichern lassen, aber es hilft mir leider in meinem Problem nicht weiter und eigentlich wollte ich auch nachhaltige Design-T-Shirts verkaufen und keine Shorts.

Zum Glück laufen alle meine Hompages über Deutsche Provider die man problemlos schnell und unkompliziert sogar persönlich erreichen kann. Dafür zahle ich gerne auch einen Euro mehr und mir wurde auch versprochen umgehend das richtige Zertifikat auszustellen. Warten wir also noch mal 48 Stunden, dann sollte es hoffentlich klappen.

Oder sollte ich doch noch mal gucken, ob ich nicht noch einen Lieferanten für Bio-Shorts finde die ich mit tollen Design-Motiven bedrucken kann. Nur wer trägt eigentlich so eine bedruckte Boxer-Short in der Öffentlichkeit?

13.07.2019 Online-Shop Teil 2

Es zieht sich durch mein ganzes Leben: Ich suche mir ein paar Schuhe aus – und ihr könnt meine Frau fragen, dass passiert nicht häufig – es ist das teuerste Paar im ganzen Geschäft. Ich finde ein Sofa klasse, aber leider habe ich nicht das Budget eines Mittelklassewagens für ein Möbelstück. Ich will und brauche nicht viel in meinem Leben, aber wenn ich was schick finde, dann ist es unendlich teuer.

Eins zu eins übertragbar ist dieses Phänomen auf meinen Online-Shop. Natürlich habe ich recherchiert und mir ganz viele Shops angesehen – ich kann das sogar ohne wirklich was kaufen zu müssen. Und siehe da, ich habe echt ein klasse Shop-System gefunden. Optisch ansprechend, einfach zu bedienen und viel zu teuer! Also das ist natürlich nicht ganz richtig und dem Shop-System gegenüber auch nicht ganz fair. Denn es ist schon sein Geld wert, wenn ich ein Shop habe, der gut läuft. Aber ich starte bei Null. Mein Shop kennt noch kein Mensch, die Produkte, die ich anbiete, sind zielgruppenmäßig nicht massenkompatibel, sondern durch die Bank weg Sonderanfertigungen und umsatztechnisch liegen wir zwischen 15 und 45 Euro pro Artikel. Bei einem Shop-System was monatlich 49,90 Euro zuzügl. MwSt kostet, ein Ding was sich nicht – noch nicht – schön rechnen lässt.

Aber heute zu tage gibt es ja irgendwo alles immer umsonst. Nein, es heißt natürlich nicht umsonst, sondern kostenlos. Umsonst ist es dann aber trotzdem, wenn man merkt, dass das kostenlose System so einfach gestrickt ist, dass man nicht umher kommt kostenpflichtige Zusatztools vom Anbieter zu installieren, damit man auch wirklich was verkaufen kann.

Die Entscheidung die ich getroffen habe, war, wie sich natürlich immer erst im Nachhinein feststellen lässt, nicht die optimalste Lösung, aber ich sage mal eine, mit der wir einen Grundstein legen können. Gut möglich, dass wir noch mal das System wechseln werden, aber irgendwann muss man ja mal beginnen, sonst verzettelt man sich ja vollkommen. Das sehen die Profi-Shop-Ersteller natürlich anders, aber ich habe derzeit nicht vor, mit diesem Shop meinen Lebensunterhalt zu verdienen sondern meinen Umsatz ein wenig zu steigern.

Vielleicht sehen das manche von meine Blog-Lesern anders, aber ich bin eigentlich mit der Herangehensweise mehrere Wege gleichzeitig anzugehen, um zu sehen wie es sich entwickelt ganz gut gefahren, als alles auf eine Karte zu setzen. Wobei ich das ehrlich gesagt ja gar nicht beurteilen kann, da ich ja noch nie alles auf eine Karte gesetzt habe. Die Aussage, noch nie alles auf eine Karte gesetzt zu haben, bezieht sich allerdings nur auf meine Firma. Hätte ich im Zwischenmenschlichen nicht alles auf eine Karte gesetzt und hätte mehrere Wege eingeschlagen, wäre ich ganz bestimmt nicht schon über 20 Jahre verheiratet.

Aber nun wieder zum Shop. Für uns Shop-Laien kam nur ein Baukastensystem in Frage. Sich da durchzufuchsen war schon zeitaufwändig genug. Auch wenn diese Systeme eigentlich gut und übersichtlich aufgebaut sind, ist das für jemanden, der sich mit der Thematik noch nicht befasst hat schon eine Herausforderung. Es ist ähnlich wie beim Hausbau. Beim zweiten Haus kennt man die Fehler die man am ersten Haus gemacht hat. Nur wer baut schon zwei Häuser und wer hat schon Lust so einen Shop zwei mal zu programmieren.

Während der Einrichtung tauchten dann viele Fragen meiner Frau auf, die – aus welchen Grund auch immer – Bock hat, sich durch diese Baukasten-Systeme durchzuwühlen. Das war auch schon so, als wir auf ein neues Buchhaltungs-System umgestiegen sind und sie sich mit reichlich Geduld (ist sonst nicht so die Stärke meiner Frau) da durchgekämpft hat. Nun kam aber das lange Telefonat mit meinem ehemaligen Kollegen (ich berichtete im Teil 1 darüber) doch zu Gute, denn auf die ein oder andere Frage und entsprechend dahinter stehende Entscheidung war ich schon gefasst.

Zahlungssysteme, AGBs, Datenschutzverordnung, Verbraucherschutz, Bestellabwicklung, Versand und, und, und. Keine leichte Kost und alles Punkte, mit denen man sich beschäftigen muss und die unendlich viel kostbare Zeit in Anspruch nehmen.

Unterm Strich haben wir sicherlich gut 100 Stunden Zeit investiert, um zu unserem derzeitigen Ergebnis zu kommen. Denn auch die zu verkaufenden Artikel müssen ja irgendwie in den Shop eingepflegt werden und dazu gehören Fotos, Texte, Preise, verfügbare Mengen, Farben, Größen usw. Und zumindest bei unseren Kleidungs-Produkten müssen wir ja auch immer wieder mit neuen Motiven den Shop aktuell halten. Das bedeutet natürlich auch fortlaufend immer wieder einige Stunden Arbeit, egal ob was verkauft wird oder auch nicht.

Um noch einen kleinen Kostenüberblick zu geben, was unsere kleine Shop-Variante so an laufenden Kosten verursacht: Shop-Baukasten-System 9,90. Eingebundene Rechtstexte (von AGB bis DSGVO) 9,90. Domain und Webspace 6,90. SSL-Zertifikat (grade in Arbeit) 3,50. Macht also schon mal rund 30 Euro monatlich (!) die man für so einen schmalen Shop berappen muss. Und so gesehen sind wir derzeit bei der Basic-Shop-Variante ohne viele wichtige Tools wie Newsletter, Rabattsysteme, Analysen und verschiedene Zahlungssysteme. Das bedeutet eigentlich, wir müssten noch viel mehr Geld und auch Zeit investieren, wenn wir dass wirklich professionell angehen wollen.

Mein momentanes Fazit: Um eine Erfahrung reicher im Leben und Respekt vor Shop-Betreibern die gepflegte umfangreiche Online-Shops im Netz haben. Es ist ein langer Weg und viel Arbeit.

Ach da habe ich ja noch was ganz wichtiges vergessen. Unseren Shop kennt noch niemand. Woher auch. Wir stehen ja nicht an erster Stelle bei Google, wenn man Design-T-Shirts eingibt. Was das an Kosten und Zeit mit sich bringen wird und wie lange es dauern wird, bis wir einen regelmäßigen Bestelleingang haben und vielleicht zumindest unsere Kosten decken können, werde ich in den nächsten Monaten immer wieder berichten.

myARTWORKshirt

05.07.19 Online-Shop Teil 1

Wenn mir noch mal irgendjemand erzählt, dass es kinderleicht ist einen Online-Shop zu machen und das ganze auch nichts kostet, den muss ich leider an den hinterletzten Baum im Deister binden und kläglich verhungern lassen. Also für alle die mal einen Online-Shop im großen WWW haben möchten, richtet Euch darauf ein: Es ist teuer, kompliziert, nervenaufreibend und dauert viele, viele Stunden.

Die Idee schlummerte nun schon seit mehr als drei Jahren in meiner Schublade und irgendwie hatten wir in den letzten Monaten mehr Zeit am Arbeitstag übrig als mir lieb war. Also war es an der Zeit Ideen auch mal wieder zu verwirklichen und nicht in der Schublade versauern zu lassen.

Der Wunsch nach einem Shop für unsere T-Shirt-Produktion stand schon lange, eigentlich schon bevor wir unser DTG-Drucksystem (Direct to Garment, also frei Übersetzt direkter Druck auf unsere T-Shirts) angeschafft haben, wurde aber immer wieder vor uns her geschoben und vertagt. Dabei war es mit Anschaffung des T-Shirt-Drucker eigentlich ein klar gesteckte Ziel gewesen, schöne, von uns oder anderen Grafikern oder Künstlern gestaltete Design-T-Shirts über das WWW zu vermarkten.

Ich bin zwar schon lange im Geschäft und habe auch schon viel gelernt in meinem Leben. Schließlich bin ich mit Desktop-Pubishing groß geworden. Somit also zum Beginn des Computerzeitalters in der Grafikwelt. Aber den Schlüssel zum öffnen des WWW mit seinen Programmier-Sprachen und der Tatsache das WYSIWYG(What you see is what you get) so gut wie gar nicht funktioniert – nicht so wie bei den klassischen Grafikprogrammen – habe ich nie gefunden und somit blieben mir die Türen für die Gestaltung von Homepages stets verschlossen. 

Das mag vielleicht auch der Grund sein, warum ich mich so lange mit einer üblen einfachen eigenen Homepage zufrieden gegeben habe und jetzt beim Anlegen eines Online-Shops mich doch reichlich überfordert gefühlt habe. Wenn man selber was nicht kann, dann geht man ja gerne über seine Schwäche hinweg und redet sich auch gerne mal ein, dass das alles gar nicht so wichtig oder notwendig ist. Selbstredend eine völlig überhebliche Fehleinschätzung – muss ich leider zugeben. Ich weiß zwar, dass ich nicht der einzige auf der Welt bin, der so denkt – schließlich berate ich ja auch meine Kunden und viel zu oft höre ich da genau diesen Tenor „Wir haben doch soviel zu tun, läuft doch auch ohne Internetseite oder ohne Werbung “. Und wenn sich der Markt dann mal verändert hat und das tut er in den letzten Jahren immer schneller und öfter, dann müssen wir aber schnell ran und das Ruder rum reißen. Jetzt mal schnell ein bißchen Werbung machen…

Ich kann es ja verstehen. Grade bei uns Kleinunternehmern. Wenn der Laden brummt, dann habe ich doch gar keine Zeit an morgen zu denken, sondern bin froh die Aufträge von heute zu schaffen. Das ist je genau das Problem und auch wir, dir wir es wissen müssten haben so gehandelt – oder auch handeln müssen, da der Tag einfach nicht mehr als 24 Stunden hat. Trotzdem Falsch!

Aber um nicht zu sehr abzuschweifen und die Kleinunternehmerproblematik mal eben zu lösen wieder zurück zu unserem Online-Shop. Also mein Credo ist ja immer, man muss nicht alles können, man muss nur wissen wen man fragen kann. So habe ich mir das auch mit dem Online-Shop gedacht. Also schnell mal einen alten Kollegen angerufen, der solche Internetsachen beruflich macht und ihn gefragt, ob er mir nicht mal eben so einen Shop einrichten kann. Mit Inhalten füllen wäre kein Problem, das machen wir alles selber nur eben das Grundgerüst, dass wäre schön, wenn er uns das mal eben machen könnte.

60 Minuten Telefongespräch, von denen 57 Minuten verschenke Lebenszeit war. Lediglich die wertvollen Informationen, dass es meinem ehemaligen Kollegen gut geht und er mich für naiv-bekloppt hält innerhalb von drei Wochen einen Internet-Shop zu starten und die Tatsache, dass er für sowas im nächsten halben Jahr eh keine Zeit hat, waren die mir einzig klar verständlichen Aussagen. Die ganz bestimmt wichtigen Informationen über die Welt der Onlineshop-Programmierung waren so kompakt und detailliert befremdlich für mich, dass ich eigentlich nichts verstanden habe und mir beim Auflegen des Hörers auf mein Telefon tatsächlich gefragt habe, ob das so eine gute Idee war mit dem Online-Shop oder ob ich nicht vielleicht doch lieber einen Imbisswagen an der staureichen A2 eröffne – das erschien mir zumindest in diesem Moment für deutlich einfacher.

Der einzige Grund, warum ich doch entschieden habe, es weiter mit dem Online-Shop zu versuchen, war die Tatsache, dass ich schon vor mehreren Jahren das entwickelte Logo sogar habe schützen und als Marke eintragen lassen. Und die Kosten durften doch einfach nicht umsonst gewesen sein.

Ich bin ja nicht der Typ der spoilert aber ich denke es ist schon ok, wenn ich schreibe, dass es den Online-Shop schon gibt. Ist ja seit einiger Zeit im Internet online und damit ja kein Geheimnis mehr. Wie wir jedoch dahin gelangt sind und was – auch heute noch – für Probleme auftauchen, erfahrt ihr im nächsten Blogeintrag 

12.06.19 Im Quadrat

Eintönigkeit und Alltag sind auch bei uns in der Glashütte tägliche Begleiter. Trotz unseres kreativen Berufes erfinden wir nicht täglich das Rad neu, sondern arbeiten auch getrost immer wiederkehrende Standards ab. Ich denke, es gibt da auch nur ein paar ganz wenig Berufe, in denen das anders ist und jeder Tag nur so vor Abwechslung strotzt. Um so schöner ist es dann, wenn besondere Vorkommnisse das Tagwerk bereichern.

In der letzten Woche haben wir unsere Glashütte wieder schön hergerichtet und mal alles bei Seite geschoben, um etwas Platz zu schaffen, damit mehr als nur ein Fahrzeug bei uns in der Halle Platz findet. Grund dafür war ein anstehendes Seminar für Car-Wrapping. Ich habe vor einiger Zeit auch schon mal darüber berichtet und damit jetzt nicht alle wild im Block herumwühlen noch mal kurz Zusammengefasst: Von einem unserer Lieferanten, der Firma Farben Frikell aus Braunschweig, wird unsere Location gerne für Verklebe-Seminare für Fahrzeug-Voll-Verklebung genutzt. 10 bis 15 Seminarteilnehmer werden geschult, Folien richtig einzusetzen und zu verkleben, vorzugsweise auf Autos. Um es etwas zu vereinfachen: Die Fahrzeuge sollen in Folie eingehüllt werden und trotzdem mit 100 über die Autobahn fahren können ohne dabei auszusehen als ob eine Aldi-Tüte im Wind flattert.

Eine gute Fahrzeugfolierung muss gelernt sein. Auch wenn wir schon so manches Fahrzeug in ein buntes Folienkleid gehüllt haben, so haben wir durch die Bereitstellung unserer Glashütte als Seminarraum immer wieder die Möglichkeit dem Lehrgang beizuwohnen und etwas dazu zu lernen. Und es ist in der Tat so, dass man, obwohl wir nun schon drei, vier Seminare begleitet haben, immer wieder kleine Erleuchtungen einfängt, die das Wissen, die Handhabung oder das Werkzeug angehen, womit wir fast täglich arbeiten. Außerdem freut es mich immer sehr, mich mit anderen Menschen meiner Branche austauschen zu können. Wir kochen alle nur mit Wasser und es ist keine Schande ein Problem zu haben oder nach dem besten Lösungsweg zu fragen und Erfahrungen auszutauschen.

Letztes Jahr im Oktober kam ein guter Kunde und Freund mit seinem kleinen Spaßmobil bei uns vorbei. Ein Mazda MX5 – älteres Baujahr. Und die Frage wurde in den Raum gestellt, ob man das Fahrzeug nicht mal optisch etwas peppig aufwerten könnte. Naja, wie das dann so ist: Es werden Fotos von allen Seiten gemacht und ein bisschen Brainstorming betrieben, was das Motiv angehen könnte, was zu Kunde und Wagen passt.

Nun war das Ganze nicht mit heißer Nadel gestrickt und somit verging ein bißchen Zeit, bis mich die Muse küsste und ein paar schrille Entwürfe von meinem Hirn in den Rechner gelangten. Aber wahrscheinlich sollte es auch so sein, dann es passte mittlerweile zeitlich so gut, dass wir das technisch sehr anspruchsvolle Motiv innerhalb des Verklebeseminars beginnen konnten und somit bestmögliche Anleitung erfahren konnten, wie wir den Entwurf auch richtig auf das Fahrzeug übertragen. Hierzu wurden uns zur Montage sehr wertvolle Tipps und Kniffe beigebracht, die das Fahrzeug nun zu einem echten Hingucker und einer amtlichen Visitenkarten unseres Betriebes haben werden lassen.

Bleibt nur noch ein großes Dankeschön an meine Frau zu geben, die hervorragende Verklebearbeit geleistet hat. Danke an Robin Bös, dessen wertvolle Ratschläge und Erklärungen uns einen großen Schritt haben weiterkommen lassen. Danke an die Firma Farben Frikell, die uns in Sachen Folien unterstützt hat und natürlich auch an Nico, der uns das Fahrzeug zur Verfügung gestellt und viel Vertrauen in uns gesteckt hat, dass wir sein Schätzchen auch liebevoll behandeln.

30.05.19 Maus im Haus Update

Das ist hier kein Tier-Forum aber ich muss es trotzdem berichten. So richtig erfolgreich waren wir in der Mausbekämpfung mit dem Prinzip Aushungern bislang nicht. Ich habe eher den Eindruck, dass die Halle eine Art Party-Meile für die kleinen süßen Spitznasen geworden ist. Zwar haben wir keine (fast keine, siehe unten) Lebensmittel in Form von Keksen oder auch Kaffeebohnen mehr offen herum liegen, so dass unsere Mäuse eigentlich keinen Spaß mehr am Besuch unseres Büros mehr haben sollten, aber es scheint einen anderen Anziehungspunkt im Büro zu geben.

Letztens habe ich mal wieder den Abend am T-Shirt-Drucker verbracht (hierzu gibt es auch Neuigkeiten, aber dazu in einem anderen Blogeintrag) und fleißig produziert, als ich merkwürdige Geräusche aus der Kaffee-Küche vernehmen konnte. Allerdings keine Typischen Maus-Knabbereien, sondern eher ein Klimpern von leeren Flaschen.

Nun muss man wissen, dass wir uns die Freiheit heraus nehmen, hin und wieder ein Feierabend Kaltgetränk – möglichst auch noch in der Abendsonne – nach getaner Arbeit zu uns zu nehmen. Und da wir ja brave Verbraucher sind, trinken wir nicht aus Alu-Dosen oder Plastik-Flaschen, sondern aus Pfandflaschen aus Getränke Kisten. Üblicher und im Umgang mit Kaltgetränken auch ein typischer Vorgang, landen die vollen Flaschen aus der Kiste im Kühlschrank und ausgetrunkene Flaschen zurück in die Kiste. Soweit nichts Ungewöhnliches, nur dass es den Mäusen scheinbar eine wahre Freude ist, sich an den leeren Flaschen und den alkoholhaltigen Resten zu vergnügen.

So erklärten sich also die klimpernden Geräusche und beim hervorziehen der leeren Bierkiste wurde der kleine Übeltäter auch gleich erkennungsdienstlich in Form eines Beweisfotos katalogisiert. Ich hatte schon gedacht, dass der Blitz des Handys beim Fotografieren eine Panikreaktion auslöst und das scheue Tierchen umgehend das Weite sucht. Aber weit gefehlt. Es kam eher einem Fotoshooting gleich, denn diese Maus war – wir sind ja unter uns, da kann ich das ja ruhig so sagen: hacke dicht! Sie hatte Mühe sich, besoffen wie sie war, zwischen den Flaschen durchzuwühlen, um dann hinter dem Kühlschrank zu verschwinden um ihren Rausch auszuschlafen.

Weil man hilflose, betrunkene Mäuse nicht mitten in der Nacht der Eule oder dem Fuchs zu Fraß vorwirft (Maus in Bierteig oder Mausebierschinken) habe ich sie in ihrem Versteck ausnüchtern lassen. Dummerweise habe ich und das obwohl ich über eigene Erfahrungen im Selbstversuch verfüge, nicht daran gedacht, dass Bier auch einen unendlichen Heißhunger auslöst. Auch Mausi hatte wohl mächtig Kohldampf und was passt da besser als ein altes vergessenes Lebkuchenherz. Mause-Schützenfest 2.0

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12.05.19 Instagram


Wir sind jetzt bei Instagram vertreten. Wir möchten in diesen Monat mit einem Internet-Shop für Design-T-Shirts an den Markt gehen. Vorab erstmal in einer kleinen Shop-Version als Testballon und dann werden wir mal weiter sehen, ob wir unser schon vor langer Zeit geplantes T-Shirt-Projekt vollkommen verwirklichen. Vor einiger Zeit habe ich ja schon mal hier im Blog die Werbetrommel für unsere T-Shirt-Aktion gerührt und nun soll www.myartworkshirt.de mit einem Shop mit selbst kreierten T-Shirt-Motiven von verschiedenen „Künstlern“ erweitert werden.

Ich bin ja eigentlich kein Freund von diesen ganzen sozialen Netzwerken, aber wir kommen einfach nicht mehr drum herum, wenn wir ein interessantes Produkt ohne großen finanziellen Aufwand am Markt etablieren möchten. Zum Glück habe ich eine studierte Tochter, die mich in dieser Maßnahme unterstützt, da ich ja ein absoluter Social-Network-Legastheniker bin und wahrscheinlich auch bleiben werde. Aber meine Tochter hat das jetzt mal in die Hand genommen und hat mit ein paar Klicks den „Grundstein zum großen Durchbruch“ gelegt. So kann’s gehen!

In den nächsten Tagen werden wir Instagram und unserem Web-Shop Leben einhauchen und die ersten Motive an den Start bringen. Ich freue mich schon ungemein auf die Verinnerlichung der DSVGO, dem Verbraucherschutzgesetz und der Rücknahmeverordnung. Dinge, denen ich mich auf dem Weg in Richtung Online-Shop immer verweigert habe, aber nun natürlich kein Weg dran vorbeiführt. Zum Glück gibt es im Umfeld einige helfende und erfahrende Hände, die bei der Shop-Einrichtung helfen werden. So kann’s gehen!

Mir wäre ein realer Shop irgendwie lieber. Den könnte ich wenigstens selber gestalten. Regale einräumen, Preisschilder schreiben und Klebebuchstaben an das Schaufenster rubbeln. Die Art der handwerklichen Gestaltung liegt mir dann doch mehr als eine Programmierung einer Internetplattform. Aber in der heutigen Zeit läuft es einfach anders herum. Erst Online verkaufen und dann wenn’s brummt mal einen „Design-Store“ in erstklassiger Lage in einer Shopping-Mall aufmachen.

Okay, kommen wir mal wieder auf den Boden der Tatsache zurück. Der Shop wird vielleicht nicht der Umsatzrenner der Firmengeschichte werden, aber wir haben nun mal alle technischen Voraussetzungen für die Produktion und dazu hat man hin und wieder ja auch mal Lust etwas Kreatives zu machen und warum sollten wir das nicht auch vermarkten. Und da wir alle T-Shirts und sonstigen Kleidungstücke natürlich nur nach tatsächlicher Bestellung fertigen, halten sich die Vorkosten für den Shop in kleinsten Rahmen.

Eins noch: So Null-Acht-Fünfzehn darf es ja nun auch nicht sein. Deshalb bleiben wir natürlich unserer Nachhaltigkeitslinie treu: Unsere Textilien, die wir im Shop anbieten werden, sind ausschließlich Fairwear (siehe auch www.fairwear.org) zertifiziert, aus 100% Bio-Baumwolle (nach GOTS) und zusätzlich fördern wir mit jedem verkauften T-Shirt das Living Wage Projekt von Continental Clothing in Indien für existenzsichere Löhne, Unterkunft und Bildung (mehr dazu unter https://continentalclothing.de/die-marke-fairshare/). So kann’s gehen!Bild: Instagram.jpg