06.05.19 Maus im Haus

Das wir ein tierliebendes Büro sind, dürfte ja aus meinen vergangenen Berichten von Hunden und Agenturhäschen bekannt sein. Auch ein Pony war schon im Zuge eines Fotoshooting für eine Werbeaktion in unserer Halle in der Glashütte zu Gast (siehe Jahresrückblick Dezember 2018).

Wildtiere, wie Fuchs und Wildschwein, sind zwar in der unmittelbaren Umgebung und besonders nachts in Hörweite, aber bis auf das Grundstück haben sich diese Waldbewohner es zum Glück noch nicht gewagt.

Was desorientierte Jungvögel angeht, so haben wir hier auch schon Erfahrung sammeln können, wie viele Stunden es dauern kann, einem kleinen Kleiber klar zu machen, wo denn bitte der Ausgang ist. So praktisch die unter der Decke hängenden Kabelrinnen auch für den Elektriker sind, tragen Sie nicht dazu bei, das Einfangen eines Vogels in vier Metern Höhe zu erleichtern.

Seit einiger Zeit haben wir nun aber nächtlichen Besuch von kleinen grauen Tieren mit spitzer Nase und Knopfaugen. Familie Maus hat bei uns Einzug gehalten und scheint sich auch sichtlich wohl bei uns zu fühlen. Natürlich sind wir daran auch nicht ganz unschuldig. Da in den letzten Jahren ja nie Besuch von Mäusen zu verzeichnen war, waren wir doch etwas leichtsinnig in Bezug auf Lagerung von Leckereien in Form von Rasensaat im Heizungsraum, letztjährig geernteten Sonnenblumenkernen oder Keksen in der Kaffee-Küche.

Nun hat es sich aber scheinbar herum gesprochen: An der Neuen Glashütte gibt es was zu holen. Neben einem täglich frisch bestückten Kompost (der zwar Ratten- aber scheinbar nicht Maus-Sicher ist) befindet sich in 20 Meter Entfernung eine Halle, in dessen Inneren des Gebäudes sich ein reichhaltiges Angebot an Nahrung befindet und zwingend aufgegessen werden muss (original Zitat vom Mausefamilienvater).

Mäuse im Garten – unser gesamter Rasen ist dieses Jahr von einer Horde Wühlmäuse kanalisiert worden – oder auch auf dem Komposthaufen: Alles kein Problem. Aber Mäuse im Wohn- oder Arbeitsbereich, das geht zu weit. Da wir ja aber keiner Fliege was zu leide tun können, kam die klassische Mause-Schlag-Falle nicht zum Einsatz. Auch Gift ist, besonders weil wir ja auch freilaufende Hunde haben, keine Lösung. Bleibt also nur die Lebendfalle und eine Auswilderung der Mäuse in ausreichender Entfernung.

Gesagt – getan. Nach der ersten Maus in der Falle – mit eigens kreiertem Spezialköder aus Nutella-Rosinen – war mein Jubel natürlich groß, hatte es denn auch nur eine Nacht gedauert, bis die Falle zuschnappte. Maus gefangen, Fall erledigt. Das hatte ich mir zumindest so gedacht. Aber weit gefehlt, denn schon am nächsten Abend – ich kam grade meiner Lieblingsbeschäftigung nach und brachte die Buchführung auf den aktuellen Stand – hörte ich verdächtige Geräusche aus der Kaffee-Küche. Und siehe da: Nicht mal weggelaufen ist dieses süße blöde Ding. Sitzt neben der Kaffeemaschine und knabbert an der Tüte mit Espresso-Bohnen.

Letztendlich saß auch dieses Mäuslein am nächsten Tag in der Falle und auch Maus drei und vier. Und wer jetzt denkt, dass es immer wieder die selbe Maus war, die ich gefangen haben, dem sei versichert, dass es nicht so war. Ich hatte zwar auch kurzzeitig daran gedacht die Mäuse mit Signalfarbe zu Markieren, konnte aber davon absehen, da es optisch sehr klar zu erkennen war, dass es sich um unterschiedliche Vertreter handelte.

Der sicherste Weg, den kleinen Tieren des Spaß zu verderben ist relativ einfach: wo es kein Futter gibt, gibt es auch keine Mäuse. Also ist jetzt alles ordentlich und maussicher verpackt und siehe da, Familie Maus findet es draußen am Kompost doch viel interessanter und winkt mir jetzt auch täglich zu, wenn ich Kartoffelschalen oder welke Salatblätter in die Kompostkiste werfe, was ich aber auch schon echt ganz schön dreist finde, aber trotzdem mit leben kann.

Damit aber auch klare Verhältnisse herrschen, falls doch noch mal ein Besuch im Büro anberaumt wird, gibt eine kleine Gedächtnisstütze für die Nager.

19.04.19 Wer hätte das gedacht?

Es ist Ostern und zum Glück ist bislang noch niemand auf die Idee gekommen, dass wir zwingend Ostereier färben müssen. Daran sieht man, dass die kleinen Kinder doch irgendwie jetzt erwachsen sind und man selber doch schon ganz schön alt ist, allerdings dann doch noch nicht so alt, dass man mit den Enkelkindern Eier bemalen muss.

An einigen Dingen sieht man aber noch viel deutlicher, dass die Zeit rasant vergeht. Vor einiger Zeit – ich glaube ich kann sogar schon Jahre sagen – habe ich hier im Block die Geschichte mit der Kastanie erzählt, die meine Kinder im Garten gefunden und im Ikea-Plastik-Becher großgezogen haben. Um es kurz zu machen (wer möchte, kann den kompletten Werdegang der Kastanie ja mal nachlesen), der stattlich Baum zog mit in die Glashütte um und das ist jetzt auch schon wieder drei Jahre her. Genauso robust, wie sie im Becher überlebt hat, hat der Baum das Umsetzen gut überlebt und nun nach über 15 Lebensjahren geht die Kastanie das erste Mal in die Blüte. Wer hätte das gedacht?

Ein weiters Indiz für die rennende Zeit ist ein – mittlerweile altes – Auto. Das erste Auto meiner Frau, welches sie sich vor über zehn Jahren gebraucht gekauft hatte, um zur Arbeit zu gelangen. Vor zehn Jahren war meine Frau noch glücklich – ich meine – wo anders beschäftigt und nicht mit in der Firma involviert. Damals hat sie sich einen kleinen Eco-Flitzer zugelegt. Schon damals gab es Autos, die es auf 4,0 Liter Diesel auf 100 km gebracht haben. Daran sieht man: Soviel sich auch bei uns verändert, so wenig bei der Autoindustrie, die in den letzten 10 Jahren nicht wesentlich in Verbrauch und Abgas aus den Puschen gekommen ist. Aber auf diesen Thema wollte ich heute gar nicht zu sprechen kommen. Viel mehr wollte ich erzählen, dass das damals kleine weiße Auto meiner Frau viel zu weiß war und ich doch bitteschön hier mal eine Veränderung herbeizuführen hätte. Gegen Kuh-Flecken, die damals echt Trend waren, konnte ich mich zur Wehr setzten und somit wurde es passend zu Job meiner Frau ein Zebra-Auto mit dem sie täglich in die Tierklinik gefahren ist.

Wenn man mehr Überstunden und noch weniger Geld verdienen will als in der Grafik-Branche, dann sollte man Tierarzthelfer*in werden. Nicht zuletzt auch ein Grund dafür, dass meine Frau in meiner Firma angefangen hat und ihren Beruf an den Nagel gehängt hat, was dann das kleine Zebra-Auto leider überflüssig machte. Zum Glück gab es einen Interessenten für das Zebra der aus der selbigen Branche kam und somit garantiert war, dass das Zebra-Auto auch in gut Hände gelangt ist. Sogar in so gute Hände, dass wir das Fahrzeug erst vor kurzer Zeit besuchen konnten (es fährt in der Nähe von Herford bei einem befreundete Tierarzt). Also somit ist dieses kleine Auto auch schon weit über 15 Jahre alt und die Fahrzeugbeschriftung nicht wesentlich jünger. Ich habe damals die erste Generation der Oracal 751-Cast Serie verwendet die von Herstellerseite mit einer Haltbarkeit von 5 bis 7 Jahren ausgeliefert wurde. Aber man kann sagen was man will, sicherlich sieht die Folie nicht mehr neuwertig aus aber das sie 12-13 Jahre alt ist sieht man ihr echt nicht an und der kleine Flitzer ist immer noch ein Hingucker. Wer hätte das gedacht?

07.04.2019 Tagesstatistik

Heute ist mal Chillen angesagt. Irgendwann muss man ja auch das genießen, was man so um sich hat. Meine Frau ist der Meinung, dass wir auch mal wieder etwas mehr Leben sollten. Also ein Alternativprogramm neben arbeiten, essen und schlafen entwickeln. Sie hat damit ganz bestimmt recht, wenn auch die Umsetzung immer wieder schwierig ist. Die Glashütte zu halten und das Büro somit wirtschaftlich am laufen zu halten, bedarf schon mehr Engagement als mir das wahrscheinlich im Vorfeld klar war. In den Zeiten vor dem Umzug aus dem kleinen Laden in Völksen, war es – zumindest empfinden wir das so – etwas entspannter. Auch wenn wir dort genau so viel gearbeitet haben und auch entsprechend laufende Kosten für Wohnung, Laden und Maschinerie hatten, wie heute auch.

Gut möglich, dass die Tatsache, dass es hier in der Glashütte auch immer alles finanziell klappen muss, um das aufgebaute und erschaffene (Lebens)Werk zu halten und nicht seine lang ersehnten Traum zum Scheitern erklären muss, einen im Unterbewusstsein wohl etwas ungeschmeidig macht. Ich bin etwas wirtschaftlicher geworden. Schaue viel öfter auf unsere Zahlen, was erwirtschaftet wurde und wie sich das zu den Vorjahren verhält und welcher Kunde warum auch immer jetzt weniger Umsatz macht als in den Jahren zuvor. Stelle Prognosen auf, wie die Firma sich entwickeln wird, wenn es so weiter läuft, sich verbessert oder auch verschlechtert. Ich stelle mit viel öfter die Frage, ob alle Weichen richtig gestellt sind und habe scheinbar ein höheres Bedürfnis an wirtschaftlicher Sicherheit.

Eigentlich alles Bullshit. Natürlich darf man nicht in den Tag hinein leben und sich darum nicht scheren. Aber man kann sich so auch echt verrückt machen und damit die eigentliche Power, die man durch ein gechilltes Wochenende getankt, hat sofort verpulvern, wenn man sich am Montag morgen die Vergleichszahlen der Tagesstatistik der letzten 8 Jahre anschaut und bemerkt, dass aber die ersten 10 Tage im April 2015 ein besseres Ergebnis unterm Strich verzeichnet ist..

Sowas drückt selbstredend aufs Gemüht, und wirkt sich somit schnell beziehungstechnisch negativ aus. Klares Ziel des Umzuges in die Neue Glashütte war ganz bestimmt der Wirtschaftsfaktor, aber auch der Wunsch nach nicht unbedingt mehr aber definitiv intensiverer Freizeit, bzw. Gemeinsamkeit. Wenn man immer mit einen Auge auf die statistischen, wirtschaftlichen Gegebenheiten schaut, kann das nicht gut funktionieren.

Ein entspannteres Leben hat sich derzeit so noch nicht eingestellt und das obwohl wir nun schon im Jahr drei der Glashütte sind. Somit steht also fest, dass sich dahingehend etwas verbessern muss, damit das Projekt nicht zum Frust-Objekt wird, sondern viel mehr wieder eine Arbeits- und Lebensstätte ist, die Lust bereitet.

Wie wir das am besten anfangen werden? Zunächst zünden wir in der Abendsonne die Feuerschale an, entkorken eine gute Flasche Wein und lassen uns vom schönen Ambiente inspirieren. Reden viel und entwickeln mal wieder Ideen um unser Vorhaben voranzutreiben, anstatt veralteten Plänen hinterher zu eifern. Und sollte ich morgen den Button mit der Tagesstatistik am Rechner drücken, dann hackt mir bitte die Finger ab.

29.03.2019 Werbung

„Dieser Beitrag wird unterstützt durch Produktplatzierungen.“ Damit hier jeder gleich mal weiß wo es heute so lang geht! Jeder Buchstabe, den ich hier schreibe, kostet schließlich Geld. Internetgebühren, Strom, Abnutzung der Tastatur und gekühlte oder wohl temperierte Getränke. Ganz zu schweigen von meiner Lektorin, die diesen Beitrag überarbeiten muss. Das ist ja auch nicht unbedingt eine große Freude bei meiner Schreiblaune und Ignoranz von Groß- und Kleinschreibung und Kommasetzung.

Also wer jetzt weiter liest, den verwickle ich in einen Dauerwerbebeitrag für ein Produkt unseres Hauses, welches ich mal ein wenig pushen muss. Kann ja auch nicht sein, dass ich hier immer nur über Schiffchenfahrten auf Sturzbächen oder Handwerker-Anekdoten philosophiere.

Seit ein paar Tagen ist unsere neue Homepage für unseren T-Shirt-Druck online. Ist nichts besonderes und auch derzeit nur sehr schmal gehalten. Aber die Domain habe ich schon seit einiger Zeit für unseren T-Shirt-Shop auserkoren und mir gesichert und nun wurde die langweilige Baustellen-Seite schon mal ein bisschen mit Leben gefüllt. Das entscheidende Modul für eine Shop-Seite fehlt allerdings noch – der Shop. Zum Glück weiß das ja noch gar keiner, dass sich hinter der Seite www.myartworkshirt.de eigentlich ein Internet-Shop verbergen soll und somit fällt es auch nicht weiter auf.

Bis wir mit einem Shop soweit sind, preisen wir jetzt erstmal, recht allgemein gehalten, unseren Textil-Digitaldruck-Service an. Passend dazu gab es auch schon für ein paar ausgewählte Adressen ein Brief-Mailing per Post. Das ist zwar voll oldschool aber wenigstens halbwegs legal und, gezielt eingesetzt, auch deutlich effektiver anstelle von Massenspammails. Und wenn ich wieder mal etwas Zeit habe, dann kümmere ich mich auch weiter um den Internet-Shop. Wobei die Sache mit der Zeit mir irgendwie seltsam erschein, findet sich doch immer wieder was anderes, was sich dazwischen drängelt und die volle Aufmerksamkeit verlangt, wie z.B. die Hannover Messe die nächste Woche beginnt…

Vorsicht, hier kommt also mal der Werbeflyer.

10.03.2019 1350 km bis Marseille

Man muss schon viel Fantasie habe, wenn man denkt, dass es jetzt langsam Frühling werden soll. Zwar sagt der offizielle Zeitmesser erst 14 Uhr, aber irgendwie ist es stock finster und es regnet in einer Tour. Ein Blick in die Wetterprognose ist alles andere als verheißungsvoll. Dauerregen in zweistelliger Millimeterhöhe. Das mag mir der Landwirt noch so plausibel machen wollen, dass der Boden diese Niederschlagsmengen nach der langen Trockenheit braucht, mir schlägt es aufs Gemüt. Letztendlich ist es ein Grund, warum ich nicht nach Island auswandern werden, auch wenn mich die Natur dort reizt, aber zu viel Dunkelheit macht nicht glücklich. 

Einziger Lichtblick auf der Wetterkarte heute: Marseille mit 19°. Familie Google meint 12 Stunden 44 Minuten für die 1350 km, was ich recht sportlich finden, wenn man mal das allgemeine Tempolimit in Frankreich berücksichtigt und die Tatsache, dass man keine 7 Stunden mit konstanten 130 über die Piste in Frankreich gleiten kann, weil man spätestens an der ersten Maut Station runter vom Gas muss. Der Gedanke eines Frühstücks in Marseille im Sonnenaufgang mit meiner Frau ist äußerst reizvoll, aber absolut utopisch. Ich werde auch grundsätzlich schwer aggressiv, wenn mir irgendjemand erzählen will, dass man ja als Selbstständiger tun und lassen kann was man will. Ich heiße nicht Grey und ich muss mich leider an meine Termine halten, sonst bin ich raus aus dem Geschäft und bemale Pappschilder für den Plastikbecher zum Geldsammeln.

Wir nehmen es mit Humor und einem Getränk, träumen von Marseille und versuchen das eBste aus dem Tag zu machen, um uns die Laune nicht verderben zu lassen. Ich kann auch gar nicht verstehen, dass meine erwachsenen Kinder ein wenig den Kopf schütteln als wir unser Schiffchen-Video posten.

Sehr zum Glück haben wir die warmen Tage Ende Februar sinnvoll genutzt – zumindest aus beruflicher Sicht. Zwar haben wir ja eine wunderbare Halle, in der wir schon viele, viele Fahrzeuge zu einem adretten Aussehen verholfen haben, aber es gibt doch Mobile, die nicht in unser Halle passen. Wie bestellt hatten wir aber absolutes Wetterglück, so dass wir den Auftrag für die Beschriftung von Wohnmobilen nicht ablehnen mussten und WoMos bei uns auf dem Hof beschriften konnten. Auch wenn es eine sehr sportliche Zeiteinteilung war, die uns das Wetter diktiert hat, haben wir es innerhalb von zweieinhalb Tagen geschafft mal eben drei große WoMos zu beschriften. Das Video zeigt Fahrzeug Nummer zwei und drei mit der fertiggestellten Schwarzform.

Wie man unschwer erkennen kann scheint beim Filmchen – sehr deutlich zu sehen – die SONNE! Beim Schreiben der letzten Zeilen schaue ich aus dem Fenster und traue meinen Augen nicht.

05.03.2019 Wer hat an der Uhr gedreht

Schwupp ist schon sind zwei Monate des neuen Jahres vorbei. Die Zeit vergeht rasend schnell. Das neue Jahr begann glücklicher Weise besser als es geendet hat. Der Januar und Februar konnte sich durchaus sehen lassen und es zeigt sich wieder einmal das wir keine Regelmäßigkeit erkennen können, wann denn bitteschön unsere Hochsaison ist und wann nicht. Auch lässt sich überhaupt nich absehen, wie denn das Jahr so werden wird.

Einen kleinen Dämpfer gab es leider schon. Ein Messe-Einsatz in Frankfurt haben wir dieses Jahr nicht bekommen. Die neuen Layouts für den Stand sehen kaum Arbeiten vor, die für uns zu erledigen wären, geschweige denn eine Anfahrt nach Frankfurt rechtfertigen würden. Das passiert leider häufig und vor allem dann, wenn Kunden der Meinung sind, sein eingespieltes Team an Messebauern zu wechseln, um Geld zu sparen. Klar ist es richtig, hin und wieder mal neuen Wind in ein bestehendes Konstrukt zu bringen, aber leider wird zu oft nach dem Euro entschieden und nicht danach, ob sich Dinge bewährt und funktioniert haben. Nun hat der Kunde also einen neuen Messebauer in einem „Pitch“ auserkoren, der alles neu und natürlich viel günstiger macht.

Aber so ist das Geschäft und manchmal klappt es und manchmal schaut man in die Röhre. Dafür ergeben sich dann andere Aufträge, mit denen man vorher nicht gerechnet hat. Im Messebau verlieren wir grade einige Quadratmeter an Digitaldruck an die Kollegen die auf Stoff produzieren können. Viele Messebauer arbeiten derzeit nicht mehr mit Wänden, die vollflächig mit Folie beklebt werden – so wie wir das tun, sondern fertigen Wände mit einem Rahmensystem, in den große Stoffbahnen mit einer Kederschiene eingesteckt werden, die oft auch noch von der Rückseite hinterleuchtet werden. Das scheint wohl unterm Strich günstiger zu sein, sieht aber nicht immer besser aus, denn wenn ein Stoff nicht richtig gespannt ist, schlägt er Wellen und Falten und das sieht dann echt billig aus.

Auf dem Markt werden die „Stoffdruck-Maschinen“ grade wie sauer Bier angeboten. Aber diese Drucktechnologie noch bei uns mit in unser Programm mit aufzunehmen halte ich für unsinnig. Zum einen sind wir technologisch viel zu sehr hinten dran, soll heißen, dass die Stoffdrucker, die das jetzt schon ein paar Jahre machen, einfach ein Know-How besitzen, an das wir so schnell gar nicht heran kommen und zum andern reicht es einfach nicht aus, sich nur einen Sublimationsdrucker hin zustellen, denn mit zu diesem System gehört ein großer Rattenschwanz an Weiterverarbeitungs-Maschinerie, die locker den sechsstelligen Investitionsrahmen sprengen kann und dann reichen zwei, drei oder auch zehn Messe-Stände nicht aus, um diesen Maschinenpark zu amortisieren.

Ganz unabhängig davon halte ich die Technologie eines Sublimationsdruck für unausgereift. Zwar erzielt man mittlerweile optisch tolle Ergebnisse, aber der technische Aufwand und besonders der ökologische Aspekt sprechen klar dagegen. Beim Sublimationsdruck druckt man nämlich spiegelverkehrt auf ein spezielles Material, welches dann in einem zweiten Arbeitsschritt mit viel Wärme und Druck auf die eigentlichen Stoffbahn transferiert bzw. eingedampft wird. Und dies nahezu nur auf synthetische Stoffe.

Also letztendlich nicht anders als der T-Shirt Druck mit irgendwelchen Transferfolien und einer Menge Arbeitsschritte und anfallendem Abfall, um zum gewünschten Endprodukt zu kommen. Genau diesen Weg haben wir ja z.B. im T-Shirt-Druck-Bereich immer kritisiert und uns eine Technologie angeschafft, die den Stoff des T-Shirts halt direkt bedrucken kann – ohne Zwischenschritt und Müll. Im großen Format hat sich diese Technik aber noch nicht durchsetzen können.

Also unterm Strich ist das nicht unsere Kragenweite. Stutzig macht mich nur, dass wir in der Bar zwar auf Strohhalme aus Plastik verzichten sollen, weiterhin aber Kilometer PVC-Bedruckstoffe für 2 oder 5 Tage Messebau völlig in Ordnung gehen und dieses obwohl es schon seit Jahren eine PVC-frei Alternative auf dem Markt gibt. Diese ökologisch freundlicheren Materialien werden aber zeitnah mangels Nachfrage wieder vom Markt verschwinden, denn sie sind einfach ein paar Cent teuere und wer sparen will spart am Geld und nicht an Ressourcen. Der Bio-Boom ist halt in der Digitaldrucktechnik einfach noch nicht angekommen.

27.12.18 Grafisch geschädigt

Heute ist kein Feiertag mehr aber trotzdem frei – das muss Urlaub sein. Schöne Weihnachtstage haben wir verlebt und das sage ich nicht aus Heuchelei, sondern aus Überzeugung. Mit der Familie, sei es von meiner Seite aus oder von Seitens meiner Frau, gibt es eigentlich nicht viel zu meckern. Klar hat jeder so seine Macken – die haben wir ja auch – aber wenn an den Weihnachtstagen gemeinsam gelacht werden kann ist im großen und ganzen doch alles okay. Und ich kenne auch Familien wo das nicht so ist und man sich nicht mal mehr mit den Allerwertesten anschaut.

Zum Glück können wir uns alle ganz gut leiden und auch wenn es natürlich hin und wieder ein paar Spannungsfelder gibt, ist alles im grünen Bereich und keiner sagt eine einberufene Familienfeier ab. Das wir nicht immer alle einer Meinung sind, sollte irgendwie bei der Vielzahl von verschiedenen Menschen, die aufeinander treffen auch verständlich sein. Wir schaffen es aber trotzdem kultiviert miteinander umzugehen und uns nicht zu zerfleischen oder böse herum zu pöbeln. Somit also auch selbstredend, dass wir heute kurz vor Celle waren, um einen Besuch bei der Schwiegerfamilie meinerseits anzutreten.

Auch heute war es wieder ein schöner Nachmittag, der bis weit in den Abend reichte. Kaffee, lecker Kuchen und Feuerschale mit Grill für das Abendessen. Alles ungezwungen und ohne Tischordnung oder Etikette. So mag ich es und genau diese Stimmung schlägt auch auf die Anwesenden über und bereitet eine entspannte Feierlichkeit. Das ganze gepaart noch mit ein paar Kaltgetränken und ortstypischen Schnäpsen, rundet die Sache schön ab. Bis auf…

Bis auf die Tatsache, dass Getränke aus Halblitergebinden natürlich auch mal wieder den Körper verlassen möchten. Und genau hier kommt es zu einem Problem. Wobei ich fairerweise sagen muss, dass es zu meinem Problem wird. Nicht, dass es in dem Haus in dem die Feierlichkeiten stattfinden keine Toilette gibt oder kein fließend Wasser. Es ist auch nicht so, dass ich ein Hygiene-Problem habe, in das Bad meiner Schwägerin zu gehen – ganz im Gegenteil, meine Schwägerin ist eine sehr ordentliche, reinliche Person, so dass ich eher ein schlechtes Gewissen haben, wenn wir die ganze Bagage bei uns zu Besuch haben. Aber leider liegt es einzig und alleine an mir, dass ich das Bad nur sehr ungerne aufsuche. Der Grund: Ich bin ich einfach krankhaft manisch grafisch geschädigt.

Um es zu verdeutlichen, muss ich leider etwas tiefer in die Kiste der Vergangenheit greifen: Ich bin ein Kind der Emanzipations-Welle. Mir wurde verinnerlicht, dass sich Mann beim Pinkeln zu setzen hat und nicht im stehen mehr Urin in der Gegend verteilt als in der Schüssel landet. Ich will dieses Thema gar nicht weiter ausführen. Es ist, wie es ist. Aber Fakt ist: Ich setze mich bei pinkeln. Und genau hier entsteht das eigentliche Problem auf der Toilette meiner Schwägerin.

Wenn ich mich setze habe ich den direkten Blick auf das Rollo, welches vor dem Fenster hängt. Und dieses Rollo macht mich fertig. Ich rege mich jedes mal so darüber auf und werde aggressiv, dass ich an mich halten muss, um dieses Rollo nicht sofort aus der Verankerung zu reissen und feierlich mit lodernder Flamme im Garten zu vernichten.

Dieses Rollo hat einen Aufdruck, der mich typografisch beleidigt. Er treibt mich in den Wahnsinn vor grafischer Geschmacklosigkeit. Es lässt mich verbittern und verzweifeln. Es macht mich traurig und wütend. Es stellen sich hierbei zwei elementare Fragen in meinem Leben: wieso hänge ich so ein Rollo auf und die viel wichtigere Frage lautet: welcher Vollpfosten hat die Produktionsfreigabe für dieses Rollo, diese typografische Verfehlung gegeben?

Fast jeder Mensch würde einen Schreibfehler erkennen und ihn als störend empfinden. Ein typografischer Fehler scheint aber null und nichtig zu sein, was mir die Tränen in die Augen treibt.

Meine Frau schüttelt den Kopf, als ich diesen Text zur Korrektur vorlege und ehrlich gesagt: Ich weiß nicht so genau, was in dem Schnaps war, den mein Schwager mir angeboten hat, aber ich wünsche Euch allen einen Guten Rutsch ins neue Jahr und vielleicht ist ja jemand von meinen Blog-Lesern dabei, der mich versteht.

22.12.18 Baum-Schule

Es ist vollbracht. Die letzte Tat des heutigen Arbeitstages war eine kleine Autobeschriftung an einem verunfallten Flottenfahrzeugs eines Kunden aus Hameln. Nun gibt es noch eine kleine Bescherung in der Firma „aber erst Heilig Abend auspacken“ und dann ein paar freie Tage. Zumindest ist so der Plan. Ein wenig durchkreuzt wird dieser Plan nur durch die Tatsache, dass noch ein Weihnachtsgutschein für den Schwiegervater gestaltet werden muss – und raten wir mal wer das machen darf. Ist ja nur so ein bißchen was am Rechner runter tippern – schnell gemacht, sagen alle. Bis auf die Tatsache, dass es für mich natürlich nicht schnelle gemacht ist, denn zum einen dauert auch das schnell gemachte seine Zeit und ich habe auch ein kleines bisschen Ehrgeiz, dass es etwas besonderes sein soll und auch gut aussehen muss. Sonst könnte ich meine Frau ja auch in den Discounter schicken und für 3,99 eine fertig, lustig, bunte Gutscheinkarte kaufen lassen.

Also geht es vor Weihnachten doch noch an den Rechner. Und weil ich mich davor auch gerne noch ein paar Stunden drücke – ist ja noch lang hin bis zur Bescherung – gibt’s noch einen paar Worte vor dem Fest von mir zu lesen. Im übrigen wird meine Frau, wenn Sie diesen Text liest, die Augen verdrehen und mir sagen, dass sie mir schon von Wochen erzählt hat das sie diesen Gutschein braucht… Aber er wird ganz bestimmt rechtzeitig fertig werden – letzte Nacht ist mir da auch schon eine Idee gekommen…

Thema Wechsel: In meinem Blog habe ich schon mehrfach das Problem um den Kauf eines Weihnachtsbaums beschriebenen. Da ich nächstes Jahr ein halbes Jahrhundert werden, wäre es vielleicht mal an der Zeit selber einen Baum zu schlagen. Ist ja irgendwie so ein Männerding was man im Leben mal gemacht haben sollte. Ich bin mir zwar nicht im Klaren darüber, warum Mann das unbedingt tun sollte. Vor allem gibt es doch schon unzählig viele geschlagene Bäume, die nur für unseren seltsamen Brauch, einen Baum ins Wohnzimmer zu stellen, weit weg von uns in Skandinavien abgeholzt wurden. Sie wurden dann nur für und nach Deutschland gekarrt, nicht zu Letzt, um strahlende Kinderaugen vor dem funkelnden Baum zu sehen und um uns das Leben zu erleichtern. Somit erklärt sich mir gar nicht, warum ich mich körperlich in Hochleistung bringen und zugleich in hohe Unfallgefahr begeben soll, wo es doch das vorgefertigte Endprodukt einfach zu erwerben gibt.

Aber ab diesem Jahr wird alles anders. Findige Geschäftsleute bieten mittlerweile einen Weihnachtsbaum zur Miete an. Rent Your Tannenbaum. Inklusive Lieferservice und Abholung nach dem Fest. Geliefert im Kübel und somit ist das Bäumchen Wiederverwendbar und 100 % Nachhaltig. Eine geniale Idee und wie wir in einem Gespräch mit einem Tannenbaumverleiher erfahren haben, boomt das Geschäft so sehr, dass der gute Betreiber diese Mietservices nächsten Jahr eine Verzehnfachung seiner Mietexemplare plant und wir sprechen hier von einer vierstelligen Anzahl.

Also alles richtig gemacht und ich finde eine sehr prima Idee. Leider konnten wir uns kein Bäumchen mieten. Wir liegen nicht im Einzugsgebiet dieser Firma und was nutzt ein nachhaltiges Tannenbäumchen, wenn der Diesel nach Anlieferung 250 km mehr auf der Uhr hat. Das ist genau so absurd wie Bio-Äpfel aus Neuseeland oder Chile.

Trotzdem gab es für uns dieses Jahr ein Bäumchen mit Ballen im Kübel zur Mehrfachnutzung. Meine liebe Frau hat sich „Baum-Schlau“ gemacht – ist ja eine kleine Wissenschaft, aus was für Verhältnissen so ein Baum kommen muss, damit es auch über mehrere Jahre hin funktioniert – und nun akklimatisiert er sich über die nächsten Tag in verschiednen Kältezonen (wovon es in der Glashütte ausreichend gibt), um uns am Heiligen Abend zu erfreuen.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten.

12.12.18 Jahresrückblick

Ist schon Zeit für ein Jahresrückblick? Das machen ja irgendwie alle und manche Fernsehsender würden am liebsten im Oktober den ersten Rückblick senden, damit sie ja die ersten sind. Das ist schon fast so, wie mit den Weihnachtskeksen und Dominosteinen, die schon nach den Sommerferien ins Regal gepackt werden. Aber ich mache da jetzt mit und somit gebe ich jetzt auch meinen Senf dazu. Hier der ultimative Jahresrückblick 2018:

Am besten startet man so einen Rückblick mit einer Statistik. Also los geht’s: Im Durchschnitt haben die Deutschen 29 Tage Urlaub. Wir hatten dieses Jahr 10 Tage und damit schon deutlich mehr als letztes Jahr, wo wir grade mal auf 7 Tage kamen. So gesehen sind wir also auf einem guten Weg. Diese Jahr werden wir auch seit 10 Jahren das Büro zwischen Weihnachten und Neujahr schließen (daher halt auch mehr Urlaubstage in diesem Jahr). Allerdings gibt es den letzten Satz mit einem kleinen Sternchen für kleingedrucktes zu versehen. Für ein, zwei Kunden stehen wir in Bereitschaft, sollte doch noch was für Laden- oder Messebau fehlen. Aber alle arbeiten fleißig daran, das kein Sternchen in Anspruch genommen werden muss.

Unser Drei-Jahres-Urlaubs-Plan sieht aber für die kommenden Jahre eine deutliche Erhöhung der Freitage in der Chefetage vor. Es wird intensiv daran gearbeitet die freien Tage auch mal an einem Stück zu nehmen und nicht immer nur Tageweise.

Weiter geht’s: Natürlich darf auch das Thema Geld nicht fehlen. Ja, wir konnten unseren Umsatz im Vergleich zu 2017 steigern. Die Steigerung verhält sich zwar moderat im einstelligen Prozentbereich, aber die Richtung stimmt. Die Zielsetzung für nächsten Jahr ist klar: Wer will schon gerne weniger Umsatz machen.

Das Wetter muss auch mit in einen Jahresrückblick wobei es mir schwer fällt etwas negatives über den letzten Sommer zu sagen. Weil ich nichts zu meckern habe, gibt es ja glücklicher Weise die Landwirte, die das wie jedes Jahr übernehmen: Zu nass, zu trocken, zu hell, zu dunkel… zu wenig Subventionen…

Jetzt mal ein paar Zahlen. So was macht sich immer gut, auch wenn sie recht nichtssagend sind, wenn man es genauer betrachtet, aber sie gehören nun mal dazu:

Wir haben 920 Lieferscheine geschrieben, die oft über mehrere Seiten gingen und somit ein klares Zeichen dafür sind, dass wir zwar Recyclingpapier benutzen aber vom papierlosen Büro noch weit entfernt sind.

Des weiteren werden wir 105 Weihnachtskarten verschicken – Oldschool per Post – und diesmal lieber Geld an die „Herzenswünsche“ spenden als bestickte Handtücher oder Drei-Monats-Kalender zu verschenken.

20 Kilogramm Kaffee – natürlich fair Trade – wurden in unzähligen Morgen-, Mittags- und Abschlussbesprechungen konsumiert.

Weitere 20 Liter Alkohol wurden verbraucht. Nein nicht zum Mischen und Trinken, sondern zum Reinigen (Aufgrund der gestiegenen Umsatzzahlen s.o besteht nicht die Notwendigkeit mit Isopropanol-Alkohol Rauschzustände zu erwirken).

Unsere Internetleitung schafft immer noch nicht mehr als 16 Mbit/s, soll aber bis 2019 ausgebaut werden. Es wird auch schon fleißig gebuddelt, was zur Folge hatte, dass die Nachbarn von 5 a bis e eine Woche gar kein Netz hatten. Kaum auszudenken, was das bei uns im Büro für Folgen gehabt hätte.

Zum Abschluss darf eine besondere Person in einem Jahresrückblick auch nicht fehlen. Da ich ja grade den Posten des Moderators in unserer Das-war-2018-Show übernehmen, kann ich mich ja schlecht selbst ehren oder besonders hervorheben, auch wenn ich ganz bestimmt auch mal eine Krone oder Medaille verdient hätte. Vielleicht nächsten Jahr. Diese Jahr geht mein ganz besonderer Dank an: Meine Frau. Sie erträgt mich und das Büro. Chaos und Tohuwabohu, Planlosigkeit und Gewurstel. Respekt und Danke, dass sie es immer noch mit mir aushält.

Bei allen Zahlen und Fakten sollten wir aber diese nicht vergessen: Wir sind gesund geblieben. Gut ein paar altersbedingte Zipperlein aber unterm Strich geht es uns gut. Wir haben ein Dach über dem Kopf (sogar ein neues) und wir leben in Frieden sogar mit unseren Nachbarn. Wir dürfen uns frei bewegen, auch wenn es mit unseren Dieselfahrzeugen etwas schwieriger wird und ich darf meine Meinung frei äußern auch wenn es mir Sorge bereitet, dass es Menschen in unserem Land gibt die versuchen dieses einzuschränken.

Ich wünsche allen eine frohe Weihnacht und – wenn wir nichts mehr voneinander hören, schließlich habe ich ja Urlaub – ein guten Rutsch ins neue Jahr.

Fast vergessen. Paar schöne Schnappschüsse aus 2018 dürfen nicht fehlen.

 

 

25.11.18 Freizeitbeschäftigung

Nach einer guten Arbeitswoche der Dachdecker sind die ersten Pfannen auf dem Dach. Neue Dachfenster sind alle eingebaut und es geht jeden Tag sichtbar voran. Ich habe zwar munkeln hören, dass es ein paar nicht unwesentlichen Probleme mit der Kehle am Dach gibt, aber da halte ich mir mal lieber die Ohren zu.
Meine liebe Frau hat den Samstag – das Wetter lädt ja nun gar nicht mehr dazu ein, etwas draußen zu machen – dazu genutzt unserem PKW ein neues Outfit zu verpassen. Ist zwar nicht so, dass sie keine anderen Hobbys hat, aber gestern war sie ausgesprochen verklebungswütig und hat mal eben das Auto foliert.
Ist sehr schick geworden und reiht sich jetzt in den „Fuhrpark“ mit ein, denn der Transporter hat dieses Outfit ja schon im Zuge des letzten Verklebelehrgangs (ich berichtete) erhalten. Nun haben sie Partnerlook.

Unsere Halle haben wir auch ein wenig aufgepimmt. Es gab eine neue kleine Sitzecke im Retro-Styl, die wir jetzt für unsere Tagesbesprechungen oder wie das bei uns ja so schön heißt: Meetings nutzen. Kommunikation ist ja bekanntlich ausgesprochen wichtig und diese ist in der letzten Zeit etwas zu kurz gekommen. Zwar haben wir uns auch abgesprochen und ich habe die laufenden Aufträge vergeben, aber dies geschah immer nur zwischen Tür und Angel. Nun nehmen wir uns ein mal am Tag etwas mehr Zeit, um Aufträge intensiver zu besprechen und mehr Struktur in die ganze Auftragsabwicklung zu bekommen. Geplant war das eigentlich schon mit Einzug in die Glashütte, aber aus welchem Grund auch immer, wurde das nicht so umgesetzt.
Eigentlich würde ich gerne auch noch in ein neues Folien-Regal-Lager investieren aber November bis Januar sind ja erfahrungsgemäß nicht die fettesten Monate (wobei Ausnahmen die Regel bestätigen, denn wir auch schon mal im Januar den umsatzstärksten Monat des Jahres) und das Budget ist verbraucht. Ende das Jahres laufen die ganzen Versicherungs-Rechnungen auf und auch die Lizenzen der Grafiksoftware der großen Monster-Software-Krake, der wir uns alle zwangsweise unterwerfen mussten, hat ja mal eben ordentlich die Abo-Preise um 20% erhöht. Sowas kann man halt machen, wenn man alle Software-Konkurenten aufkauft und deren Produkte sterben lässt, um nur noch seine eigenen Entwicklungen am Markt zu haben.
Aber bevor ich mit aufrege machen wir jetzt erst mal einen schönen depressiven Nebelspaziergang durch den Wald. Dann können wir uns wenigsten auf das warme Kaminfeuer wieder freuen.