10.09.16 Fliesen

Vorab: Die Fliesen sind ab! Und glücklicher Weise sind von den Vorgängern auch keine weiteren Fliesen verbaut worden. Somit ist das Badezimmer in der Betriebsleiterwohnung fertig zur Neugestaltung. Wasser und Abwasserleitung sind schon neu verlegt worden und am Montag kommt die Bad-Firma, um Aufmaß zu nehmen. Alles mal wieder Just-in-Time.

Ich muss aber gestehen, dass das Entfernen der Fliesen nur mit Hilfe der Arbeitercrew möglich war, die vor Ort das Dachgeschoss der Betriebsleiterwohnung entrümpelt hat. Nach dem ich mit meinem handwerklichen Laiendasein gedacht habe, dass ich die Badfliesen mal eben mit Hammer und Meissel abschlage und mir sogar einen neuen Meissel dafür gegönnt habe, quälte ich mich mehrere Stunden an einer halben Wand. Es muss Mitleid gewesen sein, als mir ohne viel Worte ein großer Koffer mit einem Abbruchhammer mit Meissel, eine Kabeltrommel und entsprechende Beleuchtung – gibt ja noch nicht überall Strom – zur Verfügung gestellt wurde.

Danke. Und das ist ernst gemeint und ich habe es auch verdient, so gedemütigt zu werden. Es ist mal wieder typisch für mich, dass in meinem Büro alles exakt, optimiert und maschinell auf dem besten Stand sein muss, ich es aber nicht mal gebacken kriege, mir vielleicht im Vorfeld mal eben so einen Schlaghammer zu leihen und nicht meine Zeit mit Oldschool Handwerkzeug zu vergeuden. Ich bin halt nur Grafiker.

Es gab als Dankeschön natürlich ne runde Feierabendbier (natürlich auch erst zum Feierabend!) und nun ist das Thema Fliesen erledigt. Ich will auch gar nicht jammern, denn was die Jungs unter dem Dach bei 30 Grad mal eben für eine Aufgabe hatte, war alles andere als lustig. Das Obergeschoss der Wohnung war eigentlich kein langer Punkt auf dem ToDo-Zettel, weil es in einem guten Zustand war und auch schon, bis auf Farbe an den Wänden und Bodenbeläge, fertig ausgebaut ist. Zumindest bis gestern und wenn da nicht die Sache mit dem Brandschutz wäre.

Morgen gibt es mehr darüber. Hier aber schon mal ein schlechtes Foto (Strom und Licht waren schon wieder abgebaut) und ein seltsames Loch im Dach mit unzähligen Strohballen, als Vorgeschmack für den nächsten Blogeintrag.

 

 

 

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