11.09.2016 Fluchtweg Obergeschoss

Erstmal brav wählen gehen. Heute sind Kommunalwahlen und wir haben den unbeschreiblichen Vorteil, dass wir in einem Land wohnen, in dem wir frei wählen dürfen und daher fühle ich mich auch verpflichtet, wählen zu gehen. Wer der Meinung ist und nur am nörgeln ist, dass „die da Oben ja doch machen was sie wollen“, der ist auf kommunaler Ebene herzlich eingeladen, sich politisch zu engagieren. Hier ist es nämlich relativ einfach möglich, direkt für den Ort, in dem man lebt, mit zu bestimmen und Entscheidungen aktiv zu beeinflussen. Also nicht jammern, sondern aktiv werden.

Wie es zu der Ansammlung von vergammelten Strohballen kam: Der Brandschutz sieht in der Betriebsleiterwohnung vor, dass es einen zweiten Fluchtweg im Obergeschoss geben muss. Fluchtweg 1 ist die Treppe und Fluchtweg 2 kann ein Fenster sein. Allerdings sind alle schon eingebauten Dachfenster nicht groß genug, um daraus einen Fluchtweg zu machen, bzw. befinden sie sich in einer Höhe, für die ein Aufstieg zum Fenster gebaut werden müsste. Also bleibt nur die Möglichkeit nach vorne hinaus eine neue Öffnung in Form eines Schiebefensters o.ä. zu schaffen, um dem Brandschutz gerecht zu werden.

Naja, und wenn man dann einen eigentlich schon fertigen Wohnraum die Rigipswand öffnet, um ein Blick auf die Dachkonstruktion zu erhaschen und einem dann alte Strohballen entgegen fallen, dann würde man das Guckloch gerne einfach wieder schließen und nach Hause gehen.

Das Ende vom Lied, ein riesengroßer Haufen mit vergammelten Strohballen (war wohl mal als Dämmung gedacht), die es jetzt zu entsorgen gibt und ein weiterer Raum, der sich im Obergeschoss ergeben hat, natürlich im absoluten Rohzustand. Es ist nicht so, das wir in der Betriebsleiterwohnung unter Platzmangel leiden und alle vorhandenen Räumlichkeiten völlig ausreichend sind. Aber nun könnten wir das angedachte Badezimmer im Obergeschoss raumgrößentechnisch als kleine Wellness-Oase erweitern. Doof nur, dass durch das eingebaute Fluchtwegfenster uns alle beim Duschen zusehen können.

Da gibt’s zwar eine Glasdekorfolie bei uns im Sortiment, die den Durchblick verhindert, aber ob das brandschutztauglich ist oder gar dem Denkmalschutz entspricht? Warten wir mal ab, was dem Architekt so schönes dazu einfällt.

 

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