13.09.16 Nass und trocken

Die Sache mit dem Estrich wird echt noch spannend. Ich habe schon viele Horrorgeschichten über verrottende Fußbodenbeläge oder verbeultes Paket zu hören gekriegt. Aber die Sanierung des Fußboden musste einfach sein. Unter der einfachen Holzverschalung war nämlich nichts weiter als Erdreich und zu allem Überfluss auch noch Unmengen von Kalkgestein, was schön die Feuchtigkeit in den Boden und die Wände gezogen hat. Es also nichts anderes übrig, als alles raus zu Schaufeln und den Boden ordentlich wieder aufzubauen. Mit Dämmung, Stahlgitter, Beton und zum Schluss natürlich Estrich. Zum Glück wurden diese Arbeiten aber ohne unser Zutun vorab schon erledigt, da es ja um die Haltbarkeit der Substanz als solche schon von Nöten war, um etwas zur Erhaltung des Industriedenkmals beizutragen.

Jetzt sind seit den Estricharbeiten schon fast 14 Tage vergangen und wir hatten zwischenzeitlich nur ein Mal regnerisches Wetter und sonst immer nur satte Temperaturen. Dazu haben wir soviel wie möglich Luft an den Boden gelassen – was allerdings auch nicht besonders schwierig ist, da ja noch einige Fenster und Türelemente fehlen. Ich würde ja echt mal zu gerne wissen, wie es im Inneren des Bodens so steht. Begehbar ist der Fußboden ja schon lange. Es gibt da wohl auch ein entsprechendes Messegerät für, aber ich habe noch niemanden gefunden, der so ein Teil parat hat und mal so ein paar ungeduldige Spaßmessung für mich macht.

Was an Trockenheit für den Fußboden gut ist, macht uns die Sache im Gartenbereich schwer. Hier könnten wir gut ein bisschen Feuchtigkeit gebrauchen. Seit letzter Woche liegen schon schöne Holzpfähle und Bonanza-Bohlen auf dem Hof (blöder Name, klingt so nach Western-Ranch) und warten auf ihre Bestimmung ein Zaun zu werden. Bei dreißig zu setzenden Pfählen habe ich mir erlaubt, die Löcher nicht mit dem Spaten in den Boden zu graben. Ich habe ja aus meinen Fliesentrauma gelernt. Ein befreundeter Landwirt kommt mit schwerem Gerät in Form eines via Zapfwellen getriebenen Erdbohrers. Aber selbst mit diesem Geschoss, gibt es ernsthafte Zweifel, ob bei der Trockenheit im Boden und bei der Bodenbeschaffenheit im Steinkrug (heißt ja nicht von ungefähr was mit Stein) es überhaupt möglich ist, mal auch nur ein Loch zu bohren ohne den Bohrer zu beschädigen.

Wir werden sehen, wie es sich entwickelt. Morgen kommt der Kaminbauer, mal sehen, was da so an neuen Herausforderungen auf uns zu kommt. Man sollte es bei den Temperaturen nicht glauben, aber es wird auch bald Winter.

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