31.08.2016

Wer glaubt schon an Liebe auf den ersten Blick? Auch wieder ein Thema, mit dem man einen ganzen Blog füllen könnte. Bei dem Besichtigungstermin der Glashütte war es aber um meine Frau und mich geschehen. Nach schon nur 5 Minuten in der imposanten Halle war mein Hirn voll mit Ideen und Bildern, wie es hier mal aussehen könnte und auch in der dazugehörigen Betriebsleiterwohnung erging es uns nicht anders.

Als ich telefonisch den Termin zur Begehung mit dem Verwalter besprach, war ich anfangs schon sehr skeptisch. Wie auch bei den anderen Objekten die wir zuvor besichtigt hatten, musste am Telefon natürlich erst mal kurz von meiner Seite erklärt werden, was wir denn mit dem Objekt vor hätten und welche Art von Gewerbe wir betreiben würden. Das Wort Werbeagentur für meine Firma zu nutzen fällt mir immer etwas schwer (werde ich sicherlich später im Blog noch mal näher beschreiben) aber bevor ich meinem zeitlich gestressten Gegenüber am Telefon erkläre, was wir wirklich so alles machen, musste das Wort als Kurzbeschreibung herhalten. Einem Verwalter, Vermieter oder auch Immobilienmakler innerhalb eines kurzen Telefonats davon zu überzeugen, dass man der richtige Partner für das Mietobjekt ist, gleicht schon etwas einer Telefonakquise mit einem Neukunden. Bloss nichts falsches sagen, sonst ist man raus.

Grade beim ersten Treffen im Objekt Glashütte war ich schon recht nervös. Die Tatsache, dass das Objekt wirklich noch frei war, wir recht zügig einen Besichtigungstermin bekamen und das Wort Werbeagentur scheinbar nicht ein sofortige Abwinken des Verwalters nach sich zog, überraschte mich ein wenig, aber im positiven Sinne.

Es war bitterkalt am Tag des ersten Treffens auf der Glashütte, was den Besichtigungstermin zeitlich etwas einschränkte aber trotzdem ausreichte, sich ein Bild vom Ganzen zu machen. Aber es brauchte nur zwei Tage nach dem Vor-Ort-Termin und ich hatte ein 20seitiges Nutzungskonzept, einen Finanzierungsplan und natürlich einen Plan für die Raumaufteilung erstellt. So sehr hatte mich das Glashüttenfieber gepackt und mit meiner Frau an der Seite, die genau wie ich Feuer und Flamme war, träumten wir schon mal von der „Ideen zur Umsetzung für ein langfristiges Mietobjekt zum Leben, Arbeiten und Genießen“, so der Titel meines Konzeptes, welches als Art Bewerbungsschreiben im Briefkasten des Verwalters landete.

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